Leicht, vortriebsstark, kletterfreudig – in ihren Uphill-Qualitäten rangieren die Downcountry-Bikes als vielseitige, «aufgebohrte» Versionen mit etwas mehr Federweg nicht weit hinter XC-Topmodellen, wie sie im Worldcup zum Einsatz kommen. Mit einem Unterschied: Die Downcountry-Versionen sind deutlich vielseitiger. Und bergab bieten sie mehr Sicherheit und Fahrspaß. Die Tools dafür: schluckfreudigere Hinterbauten, stabilere, aber dennoch leichte Federgabeln. Doch das Fahrperformance-Upgrade hat nicht nur mit Federwegen zu tun.
Moderne Rahmengeometrien für mehr Fahrspass
Downcountry und Trailbikes im BORN Test:
Innovationsschub bei Fahrwerken
Die Vielseitigkeit der Bikes verbessern die Hersteller auch noch mit einigen anderen Kniffen. Sogenannte Flip-Chips, kleine, variabel positionierbare Frästeile an den Umlenkhebeln, sind der Schlüssel, um Federweg, Ansprechverhalten und Tretlagerhöhe variabel zu gestalten. Die Änderungen kann jeder selbst ganz einfach mit einem Inbusschlüssel vornehmen.
Auf die Spitze treibt Newcomer Scor die Verstellmöglichkeiten. Die junge Schweizer Schwester der Edelmarke BMC erlaubt bei dem Scor 4060 den Einbau unterschiedlicher Laufradgrößen und die Absenkung beziehungsweise Anhebung des Tretlagerns. Damit nicht genug, selbst ein Upgrade des Federwegs (mit langhubigerem Dämpfer und langhubigerer Gabel) von 140 Millimeter Federweg hinten und 160 vorne auf 160 Millimeter am Heck und 170 an der Front ist möglich. Und mit Hilfe eines winkelverstellbaren Steuersatzes lässt sich der Steuerrohrwinkel um 1,5 Grad variieren.
Immer mehr Hersteller konstruieren zudem die Sitzrohre so, dass sich auch sehr lange Teleskop-Sattelstützen versenken lassen – eine weitere Spielart, um das Bike möglichst variabel zu gestalten. Die Vorteile: Die Rahmen können kompakter und damit wendiger ausfallen, auch große Fahrer müssen nicht zwangsweise zu weniger agilen Monsterrahmen greifen. Außerdem lassen sich so Rahmen mit niedrigerem Schwerpunkt, geringerem Überstand und mehr Beinfreiheit realisieren, wovon auch kleinere FahrerInnen profitieren.
Allmountain- und Endurobikes im BORN-Test:
Laufräder: Twenty-Niner regieren
Kofferraum im Rahmen
Fast eine komplette Bordwerkstatt befindet sich im Bold Linkin. Scor liefert das 4060 sogar mit Ersatzschaltauge am Unterrohr. Integriert im Rahmen verlaufen die Züge nun bei fast allen hochwertigen Bikes. Nicht selten verschwinden die Kabel bereits am Steuersatz im Rahmen. Interne Leitungsröhrchen und geschraubte Klemmungen an den Ein- und Ausgängen der Kabel verhindern wirksam ein Klappern. Von Top-Bikes darf man heute durchaus erwarten, dass sie sich im Flüsterton durchs Gelände bewegen.
Optik: Wie es Dir gefällt
Etwas weniger Innovationsfreude herrscht aktuell bei Antrieben, Schaltungen und Bremsen. Elektronische Schaltungen wie die Sram XX1 AXS am Trek Top Fuel funktionieren erstklassig. Und es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, wie lange sich Mountainbiker noch mit ausgeleierten oder klappernden Schaltzügen herumärgern werden. Das digitale Zeitalter hat auch bei Schaltungen längst begonnen. Die Bremsen an den Testmodellen funktionierten im Durchschnitt gut bis sehr gut und boten auf knackigen Abfahrten in der Regel ordentlich Biss.
Luft nach oben ist allerdings immer noch bei Leichtbau-Bremsen. Die Sram G2 Ultimate am Trek Top Fuel mit 160 Millimeter Bremsscheibe hinten und 180 Millimeter-Rotor vorne bot eine Bremsleistung, die Bike-PilotInnen auf steilen, langen Abfahrten schon mal in Verlegenheit bringt.
Upgrade auch bei den Preisen
So haben wir getestet
Basislager für den BORN Bike-Test war das Sport Hotel Vetzan in Vetzan bei Schlanders, www.sporthotel-vetzan.com
Unterstützt wurde der Test von den Bikehotels Südtirol, www.bikehotels.it
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Produktdaten
- Produktkategorien
- Mountainbikes
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