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Im Test: Das Orbea Occam SL M10 im Test

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Datum: 09.04.2024
Bereits seit 15 Jahren hat Orbea das Trail-Bike Occam am Start. Die neue 2024er-Modellvariante schlägt im «MTB-Test 2024: Die besten Fullys für die Bike-Saison» den Bogen zwischen Downcountry und Trail-Bike und legt auf langen, sportlichen Touren imponierende Allround-Qualitäten an den Tag.

Fünf Jahre nach dem letzten grösseren Update startet Orbea gleich mit zwei Occam Modellen durch: mit dem Occam LT und dem Occam SL. Beide Modelle basieren auf dem gleichen Hauptrahmen und Hinterbau. Mit einer veränderten Dämpferaufnahme und langhubigeren Federelementen bringt es die LT-Version auf 160 Millimeter Federweg vorne und 150 Millimeter hinten. Die SL-Modelle liefern 140 Millimeter Federweg. Wir haben auf den Trails in Finale Ligure die Orbea Occam in der SL-Variante getestet und hatten viel Spass damit.

Versierter Kletterer: Das Orbea Occam im Uphill-Test

Die Sitzposition ist ausgewogen zentral und gut in den Rahmen integriert. Das erlaubt ein effizientes Pedalieren. So fühlt man sich auf dem Occam M10 SL auf Anhieb wohl. Sitzwinkel (78 Grad) und Lenkwinkel (65,5 Grad) entsprechen den bei Trail-Bikes üblichen Werten. Der ausreichend lange Reach sorgt für eine sportliche Fahrposition, hält das Vorderrad an steilen Rampen zuverlässig am Boden und erlaubt eine gute Kraftübertragung bei schnellen Antritten. Mit 13,0 Kilogramm ist das Bike leicht genug, um auch lange Anstiege ohne Weiteres in flottem Tempo bewältigen zu können. Auf technisch anspruchsvollen Uphill-Passagen entpuppt sich das Occam SL als versierter Kletterer. Dazu trägt nicht zuletzt der fein ansprechende Hinterbau mit Fox Factory Fahrwerk samt Kashima-beschichteten Federelementen bei. Egal, ob auf felsigem oder wurzeligem Terrain, der Grip stimmt. Bei einem Preis von 5999 CHF für das Occam SL M10 ist eine solche Ausstattung durchaus eine Ansage in puncto attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Dank des fliessenden Rahmendesigns und der hochwertigen, schillernden Lackierung ist das Bike auch optisch High End. Geht’s auf gut planierten Forstwegen oder auf Asphalt bergauf, lässt sich mit dem Occam SL mühelos der Turbo zünden. Lockout-Modus rein – und ab geht die Post. Die Lockout-Funktion lässt sich vom Lenker aus bedienen. Der Lockout-Mechanismus des Dämpfers wird im Rahmen angelenkt und ist von aussen nicht sichtbar. Nicht ganz glücklich gelöst sind die Bedienhebel an der linken Lenkerseite. Die Lockout-Hebel sitzen dort, wo normalerweise der Bedienhebel für die Sattelstütze sitzt. Der Remote-Hebel für die Sattelstütze ist weiter aussen montiert und erfordert beim Daumendruck von oben nach unten etwas Gewöhnung.
Das Orbea Occam SL M10 im Test
Das Orbea Occam SL M10 im Test
Das Orbea Occam SL M10 im Test
© Christian Penning
Das Orbea Occam SL beweist im Test, dass es Up- wie Downhill Qualitäten hat.
Das Orbea Occam SL M10 im Test
Das Orbea Occam SL M10 im Test
Das Orbea Occam SL M10 im Test
© Christian Penning
Auch im Downhill überzeugt das Multitalent.
Das Orbea Occam SL M10 im Test
Das Orbea Occam SL M10 im Test
Das Orbea Occam SL M10 im Test
© Christian Penning
Auf Singletrails beweist das Orbea Occam im Test wie verspielt es sich durch abwechslungsreiches Gelände bewegen lässt.

Fein ansprechendes Fahrwerk

Dass man mit 140 Millimeter Federweg eine Menge anstellen kann, zeigt das Occam SL auf technisch anspruchsvollen Downhill-Passagen. Die Fox 34 Float Factory 140 FIT 4 Gabel steht in der Performance dem Dämpfer in nichts nach. Die Federelemente an Heck und Front harmonieren perfekt und ergeben ein fein ansprechendes, aber nicht zu softes Fahrwerk. Gabel und Dämpfer nützen die 140 Millimeter Federweg gut aus. So ist auch ruppiges Terrain beeindruckend gut machbar. Dazu sollte man aber nicht zu sehr am Gas stehen. Denn dann wird die Fahrt unruhig. Doch selbst bei flotter Gangart wird der Ritt nicht zum unbeherrschbaren Rodeo. Lediglich in sehr steilem Gelände wirkt das Bike etwas kopflastig und erfordert eine geschickte Gewichtsverlagerung. Last, but not least wartet das Orbea Occam M10 SL mit pfiffigen und stimmigen Detaillösungen auf. Ebenso wie das Enduro-Modell Rallon besitzt es ein Staufach im Unterrohr. In der Hinterbauanlenkung befindet sich magnetisch gesichert ein Inbus-Tool mit 3er-, 4er- und 5er-Schlüssel. Der 6er steckt in der Hinterradachse.

Fazit

Das Occam SL M10 bietet bergauf viel Vortrieb und Top-Traktion. Bergab meistert es auch knifflige Schlüsselstellen. Am wohlsten fühlt es sich aber auf flowigen Trails. Falls du jetzt noch auf der Suche nach einer Alternative bist, können wir dir das Pivot Switchblade Talon nahelegen, welches wir ebenfalls testen durften.

Das Orbea Occam SL M10 im Test
Das Orbea Occam SL M10 im Test
Das Orbea Occam SL M10 im Test
«Der perfekte Partner für lange, alpine Bike-Abenteuer. Das Orbea Occam M10 SL erinnert bergauf fast an ein XC-Race-Bike. Da geht ordentlich was. Bergab lädt es auch zu Ausflügen in ruppiges Terrain ein – vorausgesetzt, man zügelt die Geschwindigkeit etwas. Praktisch auf Tragepassagen finde ich die Strebe vom Sitzrohr zum Unterrohr des asymmetrischen Rahmens.»
Das Orbea Occam SL M10 im Test
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Produktdaten

Preis
5'999.00 CHF
Produktkategorien
Mountainbikes
Hersteller
Orbea

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Text: Christian Penning
Fotos: Christian Penning

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