Bulls Vuca Evo AM 2 im Test
Bulls Vuca Evo AM 2 im Test
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© Christian Penning

Bulls Vuca Evo AM 2 im Test

Keine Kette, kein Schaltwerk: Das Bulls Vuca Evo AM 2 zeigt, wie wartungsfreundlich E-Bikes in Zukunft sein können. Kann das Trailbike mit 150 Millimeter Federweg und Pinion-Antrieb im E-MTB Test 2026 auf anspruchsvollen Trails überzeugen?

Bulls Vuca Evo AM 2 im Test
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Bulls Vuca Evo AM 2 im Test: E-MTB mit Pinion-Getriebe

Fahrradketten und Ritzel zählen bei E-Bikes zu den am stärksten beanspruchten Komponenten. Bulls geht mit dem Vuca Evo AM 2 einen anderen Weg. Herzstück ist die Pinion MGU E1.12, die Motor und 12-Gang Getriebe in einer Einheit vereint. Der Antrieb liefert bis zu 85 Nm Drehmoment und überträgt die Kraft über einen Gates Carbon Drive CDX-Riemen. Die Vorteile: weniger Verschleiss, kaum Wartung und kein exponiertes Schaltwerk. Laut Hersteller ist lediglich alle 10’000 Kilometer ein Ölwechsel nötig.

Cleveres Getriebe mit Automatik

Die Bandbreite von 600 Prozent übertrifft klassische 1-fach Schaltungen deutlich. Schalten lässt sich elektronisch oder automatisch, auch im Stillstand und unter voller Last. Im Automatik-Modus passt das System die Gangwahl an eine definierte Trittfrequenz an. Im Pro-Modus lernt die Software sogar das individuelle Schaltverhalten und optimiert die Automatik langfristig.  «Schalten im Stehen und unter voller Last – das ist noch recht neu und sicher einer der klaren Vorteile der Pinion Getriebeschaltung am Bulls Vuca Evo AM 2», erklärt Tester Gregor.

Bulls Vuca Evo AM 2 im Test
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Mit Getriebeschaltung und Riemenantrieb setzt das Bulls Vuca Evo AM 2 Massstäbe. Gangwechsel sind sogar im Stand und unter Volllast möglich. Ausserdem ist der Antrieb sehr wartungsfreundlich. 

Bulls Vuca Evo AM 2 im Test
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Der Swingarm Hinterbau mit RockShox Super Deluxe Ultimate Dämpfer spricht fein an. Die Pinion MGU E1.12 Antriebseinheit verfügt über eine aktivierbare Schaltautomatik. 

Das Bulls Vuca Evo AM auf dem Trail

Auf dem Trail zeigt sich das Vuca Evo AM 2 überraschend gutmütig. Die zentrale Sitzposition sorgt für ein ausgewogenes Handling. «Das Bike lässt sich einfach fahren, man sitzt ausgewogen zentriert», bestätigt Tester Gregor. Bergauf klettert das Bike souverän, selbst technische Anstiege meistert es zuverlässig. Die Pinion MGU liefert kräftige Unterstützung, auch wenn die Schaltvorgänge unter Last hörbar sind. Bergab überzeugt das Fahrwerk mit viel Traktion und Komfort. Die RockShox Lyrik Ultimate Gabel (160 mm) und der Super Deluxe Ultimate Dämpfer (150 mm) sprechen feinfühlig an und schlucken grobe Hindernisse souverän. «Im steilen Terrain vermittelt es viel Sicherheit», so Tester Luis. Mit etwas Tempo lässt sich das Bike auch verspielt bewegen. Die Geometrie (64,5° Lenkwinkel) bietet einen gelungenen Mix aus Laufruhe und Agilität. Für extreme Enduro-Einsätze ist das Vuca jedoch nicht ausgelegt. Das Gewicht von 25,1 Kilogramm macht sich vor allem in sehr steilen und technischen Passagen bemerkbar. Hier schiebt das Bike spürbar nach vorne und verlangt aktives Gegensteuern.

Bulls Vuca Evo AM 2 im Test
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Bereits vorinstalliert sind Leuchten am Heck und im Steuerrohr. 

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Die Verstellung der Eightpins Sattelstütze erfolgt nicht durch eine Klemme am Rahmen, sondern durch einen einfach per Hand verstellbaren Mechanismus unterhalb der Sattelbefestigung. Der Bowdenzug muss nicht bewegt werden. 

Ausstattung und Details

Die Ausstattung ist hochwertig und praxisorientiert. Shimano Deore XT Vierkolbenbremsen mit 203 mm Scheiben sorgen für zuverlässige Verzögerung. Die DT Swiss H-1900 Laufräder sind robust und tubeless-ready. Praktische Details wie integrierte MonkeyLink-Rücklichter und die Möglichkeit zur Montage eines Seitenständers unterstreichen die Alltagstauglichkeit. Ein Schwachpunkt zeigte sich im Test: «Beim Abspritzen des Bikes hat die integrierte Frontbeleuchtung innen beschlagen», so Tester Gregor.

Vorteile

  • Wartungsarmer Riemenantrieb ohne Kette
  • Innovativer Pinion-Antrieb mit Getriebeschaltung
  • Schalten unter Last und im Stillstand möglich
  • Sehr gute Traktion und Komfort bergab
  • Hochwertige, alltagstaugliche Ausstattung

Nachteile

  • Hohes Gewicht (25,1 kg)
  • Eingeschränkte Kontrolle in sehr steilen, technischen Passagen
  • Frontlicht anfällig für Feuchtigkeit
Spezifikationen
Preis

8499 CHF

Grössen

S–XL

Material

Carbon, Hinterbau Alu

Motor

Pinion MGU 12

Akku

1000 Wh

Federgabel

RockShox Lyrik Ultimate, 160 mm 

Dämpfer

RockShox Super Deluxe Ultimate 

Schaltung

MGU, 12-fach 

Schalthebel

TE1

Kurbel

Pinion

Bremsen

Shimano Deore XT M8220

Laufräder

DT Swiss H-1900, Tubeless Ready

Reifen

Schwalbe Magic Mary Performance, 29 x 2.4–2.6 

Lenker

Rumble Altimate Pro Carbon

Vorbau

Rumble Altimate Pro Carbon

Stütze

8PINS

Sattel

Prologo Proxim, 400 mm 

Website

bulls.de

Geometrie & Daten

(Grösse L)

1 Lenkwinkel

64.5° 

2 Sitzwinkel

77° 

3 Kettenstrebe

450 mm 

4 Radstand

1274 mm 

5 Tretlager Höhe

k.A.

6 Sitzstrebe

470 mm 

7 Oberrohr (horiz.)

630 mm 

8 Steuerrohr

130 mm 

9 Reach

480mm 

10 Stack

652 mm 

Federweg vorn

160 mm

Federweg hinten

150 mm

Gewicht

26 kg

Häufig gestellte Fragen zum Bulls Vuca Evo AM 2

Wie funktioniert die Schaltung beim Vuca Evo AM 2?

Die 12-Gang-Getriebeschaltung lässt sich manuell oder automatisch steuern. Schalten ist auch im Stillstand und unter voller Last möglich.

Für welchen Einsatzbereich eignet sich das Bulls Vuca Evo AM 2?

Das Bike ist als vielseitiges All-Mountain E-MTB ausgelegt und eignet sich für anspruchsvolle Trails und Touren.

Was sind die Schwächen des Vuca Evo AM 2?

Das hohe Gewicht macht sich in steilen, technischen Passagen bemerkbar. Zudem zeigte die integrierte Frontbeleuchtung im Test eine Anfälligkeit für Feuchtigkeit.

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