LED THERE BE LIGHT!
Text: Florian Storch
Licht an. Alltag aus!
Für Fahrvergnügen, auch in technischem Geläuf, braucht´s eine hochwertige Lampe, die ausreichend hell ist und den Biker rechtzeitig über Geländeabsätze oder knifflige Wurzelpassagen «informiert». Frontscheinwerfer fürs Bike in minderer Qualität sind nicht zu empfehlen, kämpfen sie doch mit hoher Hitzeentwicklung und in Konsequenz mit geringer Strahlkraft. Zusätzlich steigert eine gute Lampe die Sichtbarkeit und Sicherheit des Bikers an düsteren Herbst- und Wintertagen.
Wer des Nachts über den Trail huschen will, braucht nicht zwingend einen extrem hellen, exklusiven Scheinwerfer mit 5000 Lumen Leuchtstärke. Abhängig vom Eisatzzweck ist man bereits mit rund 1000 Lumen als Mountainbiker gut gerüstet. Nur wer gern regelmässig anspruchsvolles Gelände befährt, profitiert auf düsteren, schwer einsehbaren Waldpassagen von enorm hellen Lampen.
Lichtverteilung
«Ziel ist ein homogen ausgeleuchtetes Lichtfeld im Nahbereich, das nicht durch harte seitliche Blickkanten auffällt, die den unangenehmen Tunnelblick fördern, fürs menschliche Auge unangenehm sind und dem Gehirn die Erfassung des Geländes erschweren», erklärt zudem Lichtexperte Markus Hanselmann, der mit seiner Unternehmung BF Trading Importeur der Light & Motion-Bikelampen ist.
Lumen und Akkulaufzeit
Wärmemanagement
Bei intensivem Betrieb wird selbst eine hochwertige LED-Lampe heiss, was bei langen Nightrides, an milden Sommerabenden oder bei geringem Fahrtwind ein effektives Temperatur-Management erfordert. «Damit ein gutes Wärmemanagement gewährleistet ist, setzen Qualitätshersteller hier auf eine Konstruktion, bei der die LED-Platine möglichst direkten Kontakt zu einem grossen Kühlkörper hat. An dieser Kontaktfläche unterstützt Wärmeleitpaste die Wärmeabgabe und Kühlung der Lampe», erklärt Lampenexperte Hanselmann.
Kühlung
Potente Lithium-Ionen-Akkus liefern die Energie für helle LED-Lampen. «Vielleicht gibt es hier in zehn Jahren mit einer ganz anderen Akkutechnik einen weiteren Entwicklungssprung, aber aktuell sind Akku- und LED-Technik weitgehend ausgereizt», sagt Hanselmann.
Das gilt es bei Lithium-Ionen-Akkus zu beachten
Auch wenn sich gute Akkus jährlich nur zu zehn Prozent selbst entladen, sollten sie selbst bei langer Nichtnutzung der Lampe ab und an geladen werden. «Ungünstig für den Akku ist, wenn er vor der längeren Nichtnutzung leer ist. Dann droht er den Tiefentladetod zu sterben, womit seine Ladekapazität völlig verloren gehen kann. Bleibt der Akku für lange Zeit ungenutzt, sollte er vorher noch zu 2/3 geladen sein», so Hanselmann.
Lenker- oder Helmmontage?
«Die schwerere Lampe gehört dann an den Lenker, die kleinere auf den Helm», sagt Geri Bugmann. Neben dem geringeren Gewicht auf dem Kopf hat das einen weiteren Vorteil: Bei Schneefall oder Regen werde das Licht der helleren Lampe nicht direkt vor den Augen reflektiert. Bei der Montage der Lampe am Lenker sei zudem wichtig, diese mittig zu montieren. Selbst wenn die Helmlampe weniger Power hat, «reicht das Licht locker für langsamere Auffahrten. Und auf der Abfahrt leuchtet man wieder parallel das Blickfeld aus», erklärt Bugmann.
Umsicht und Vorsicht
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