vom Berner oberland ins tessin
aber zum Glück hatten wir bei diesem Mini-Alpencross vom Berner Oberland über das
Wallis ins Tessin ein bisschen Unterstützung – was den Trail-Anteil enorm gesteigert hat.
Warum es sich lohnt, auch kurz aus dem Alltag auszubrechen?
Unsere Mitreisenden haben sich ihre Gedanken gemacht.
Besser als zwei Wochen Karibik
Die geplante einwöchige Alpenüberquerung wird Corona-bedingt zu einer Schweizer Pässefahrt. Mit üppigen und langen Uphills, technischen Downhills und regelmässigen Kaffeestops – um die Energiespeicher wieder zu füllen.
Sowohl von uns, aber auch von unseren Bikes. Es ist doch fazinierend,was so alles mit dem richtigen Bike, minimalistischem Gepäck und etwas Geschick befahren werden kann. Bis vor ein paar Jahren war daran nicht zu denken.
Bei den Namen Grimsel und Nufenen schlagen ja normalerweise eher die Herzen der schmalbereiften Freunde des Velosportes höher. Dabei geht links und rechts vom motorisierten (Ferien-)Verkehr erst richtig die Post ab. Gepflegte und manchmal auch sehr technische Wanderwege vor idyllischem Bergpanorama sorgen für den Endorphinschub. Wir treffen nur wenige Wanderer. Und diese weichen sehr gerne zur Seite und beobachten fast ungläubig, was man mit einem E-MTB im Gelände so anstellen kann. Immer wieder ein paar drohende Wolken im Nacken, spulen wir die Höhenmeter zügig ab: Und die Abfahrten ins Wallis und ins Tessin entpuppen sich als echte Highlights.
Raus aus der kalten Nebelsuppe, runter in die Sonnenstube. Je länger der Trail, desto wärmer die Temperaturen, trockener und flowiger der Untergrund und immer breiter das Grinsen im Gesicht. Die Gelateria ruft! In Airolo ist dieses Miniabenteuer leider bereits vorbei. Nach einer schnellen Gelati- und Espressopause geht's ja leider schon zurück. Doch schon im Postauto dösend träume ich vom nächsten Off-Day. Perfekt!»
Fabian Obrist
Brand Manager Bergstrom
Granit und Waldboden
Die Abfahrt vom Pass ins Wallis ist ein Genuss. Oben cruisen wir über angelegte Steinwege. Als wir in den Lärchenwald eintauchen, erwarten uns feinste Waldtrails, gespickt mit knackigen Wurzelfeldern.
Losfahren und voll eintauchen in die Natur – das ist Mountainbiken.
Tessin entpuppen sich als echte Highlights.
Raus aus der Nebelsuppe, runter in die Sonnenstube.»
Als Enduro-Racerin bin ich es gewohnt, definierte und markierte Strecken abzufahren, und die Ziellinie in der kurz möglichsten Zeit zu überqueren. Mein Fokus liegt auf Präzision und Speed, der Konzentration und der Fähigkeit, meine Leistung im richtigen Moment abzurufen. Eine Tour ist dazu der krasse Gegensatz. Tourenfahren ist Urlaub machen! Genuss, das Entdecken von unbekanntem Gelände und die Natur stehen im Vordergrund.
Dazu kommt natürlich auch die Geselligkeit. Ich habe einen mental herausfordernden Beruf als Therapeutin, der viel von meiner kognitiven Präsenz abverlangt. Da sind so kurze Alltagsfluchten in der Freizeit unendlich wertvoll – fernab der psychischen Problemgeschichten meiner Patienten. Die Gedanken einfach mal vom Fahrtwind wegtragen zu lassen. Den Moment erleben.
Gegen die Natur kommt man nicht an. Grundsätzlich finde ich solche Situationen spannend. Wenn dann halt «Hike your Bike» angesagt ist, geniesse ich die körperliche Anstrengung, die Herausforderung, die erarbeitete Abfahrt und nicht zuletzt die verdienten Pausen. Ich liebe essen. Hier plane ich gründlich. Vor allem auch, um nicht «hangry» zu werden (da bin ich labil). Nach der Abfahrt vom Nufenenpass und dem steilen Anstieg kam die Pause auf der Capanna Corno Gries wirklich sehr gelegen.
Da meine Eltern im Tessin leben, hat die Abfahrt auf den technisch-flowigen Trails vom Nufenenpass ins Alto Ticino ein bisschen etwas von «heimkommen». Gut, in Airolo haben wir es vor lauter Foto-Stopps und der Glace-Pause gerade noch so auf den Zug geschafft. Aber schon cool, dass man im eigenen Land mit einem Bike in so kurzer Zeit so viele unterschiedliche Sachen erleben kann.»
Alba Wunderlin
Sport- und Bewegungstherapeutin,
Bergstrom Teamfahrerin
Nach dem Pass wird's technisch
Auch nach der Pause bleibt es sportlich. Der Trail schlängelt sich schmal und ausgesetzt hoch über dem Val Bedretto in Richtung Osten. Hier sollte man sowohl sein Bike als auch die Höhenangst im Griff haben. Doch kurz nach der Alpe San Giacomo verwandelt sich der schmale Trail in eine staubige Flowmaschine. Die Sonne strahlt, wir lassen es stauben. Ticino, wir kommen!
Land mit einem Bike in so kurzer Zeit
so viele unterschiedliche Sachen erleben kann.»
2 Pässe 3 Kantone
Diese Zweitagestour führt von Innertkirchen über den Grimselpass ins Oberwallis und weiter ins Tessin. Die erste Etappe verläuft bis zur Passhöhe grossteils auf der «Via Sbrinz». Die Abfahrt ins Wallis führt am Totesee vorbei über Singletrails bis Obergoms. Am zweiten Tag geht es auf den Nufenenpass. Die Abfahrt vom Pass ist anspruchsvoll. Von der Capanna Corno Gries verläuft der Weg bis zur Alpe San Giacomo. Erst danach wird der Trail flowig.
Von Airolo per ÖV zurück.
schweizmobil.ch
Unterkünfte
Wir haben im Hotel Castle in Bitzlingen, Obergoms, übernachtet.
hotel-castle.ch
info@hotel-castle.ch
Weitere Übernachtungsmöglichkeiten gibt es unter:
obergoms.ch
SAC Capanna Corno Gries:
corno-gries.ch
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