Schweizer Dominanz
ÖKK Bike Revolution in Chur

25.04.2022
Alessandra Keller vom Team Thömus maxon gewinnt das City-Rennen der ÖKK Bike Revolution in Chur. Die 26-jährige Nidwaldnerin sichert sich und ihrem Team den ersten Saisonsieg und bestätigt damit ihre gute Frühjahresform. 

Beim zweiten Rennen der neuen Serie «ÖKK Bike Revolution» nahm Alessandra Keller gleich zu Beginn das Heft in die Hand. Als Führende einer langgezogenen Spitzengruppe kam sie am Gipfel des ersten Anstieges an, und konnte im anschliessenden Downhill eine kleine Lücke herausfahren. Ab diesem Zeitpunkt gab Alessandra Keller die Führung nicht mehr ab!

Schweizer Dominanz ÖKK Bike Revolution in Chur
Alessandra Keller fuhr beim Rennen in Chur von Beginn weg an der Spitze und gab die Führung nicht mehr ab.
Relativ schnell konnte die ehemalige U19- und U23-Weltmeisterin einen Vorsprung von über 30 Sekunden auf die namhafte Konkurrenz herausfahren. Im Verfolgerfeld befanden sich die Schweizer Olympiamedaillengewinnerinnen Sina Frei, Linda Indergand und die WM-Zweite, die Niederländerin Anne Terpstra. Terpstra setzte sich in der dritten von sieben Runden aus der Gruppe der Verfolgerinnen ab und konnte den Rückstand auf Keller zwischenzeitlich auf rund 15 Sekunden reduzieren. Durch einen Sturz in einer Abfahrt wurde die Aufholjagd der Niederländerin jedoch gestoppt.
Schweizer Dominanz ÖKK Bike Revolution in Chur
Nach einem starken Rennen holte sich Alessandra Keller mit einer Minute Vorsprung den Sieg.
Alessandra Keller liess sich einstweilen nicht aus der Ruhe bringen. An der Spitze des Rennens hielt sie ihr angeschlagenes Tempo bis zum Ende des Rennens hoch und fuhr schlussendlich mit über einer Minute Vorsprung ihren ersten grossen Saisonsieg ein. «Ich fühlte mich heute in den Anstiegen sehr stark. Bergab blieb ich fehlerfrei und konzentriert», analysierte eine äusserst zufriedene Alessandra Keller ihr Erfolgsrezept.
Schweizer Dominanz ÖKK Bike Revolution in Chur
Positiv aus Schweizer Sicht waren auch die weiteren Ergebnisse. Von der zweitplatzierten Niederländerin Anne Terpstra abgesehen, gingen alle weiteren Podestplätze an Schweizer Athletinnen. Sina Frei, Ronja Blöchinger und Ramona Forchini belegten die Plätze 3 bis 5.

Französischer Sieg bei den Herren – Schweizer holen Platz 3 - 5

Bei der Elite der Herren bestimmte lange Zeit eine Spitzengruppe aus den Schweizern Nino Schurter, Thomas Litscher und Vital Albin, sowie den beiden Franzosen Jordan Sarrou und Titouan Carrod das Rennen. Zwischenzeitlich wurde die Spitzengruppe sogar noch grösser. So gingen acht Fahrer gemeinsam auf die letzte Runde.

Das Rennen wurde schliesslich durch ein wahres Fotofinish entschieden. Der ehemalige Weltmeister Jordan Sarrou siegte vor seinem zeitgleich gewerteten Landsmann Titouan Carrod. Thomas Litscher sicherte sich mit einer Sekunde Rückstand den dritten Podestplatz. Nino Schurter kam mit 17 Sekunden Rückstand ins Ziel. Alessandra Kellers Teamkollege Vital Albin belegte nach einem starken Rennen kurz danach den fünften Platz.
Schweizer Dominanz ÖKK Bike Revolution in Chur
Fotofinish bei den Herren: die 5 Athleten auf dem Treppchen trennten schmale 20 Sekunden
Für den seit vier Jahren in Chur wohnhaften Tersnauser Vital Albin war dieser Ausgang seines Heimrennens ein schöner Erfolg:
«Ich habe mich auf dieses Rennen sehr gefreut und konnte eine aktive Rolle spielen. Um ganz vorne zu landen, fehlte am Ende zwar noch ein bisschen. Mit dem Podestplatz bin ich aber sehr zufrieden.»

Flückiger vor dem Start zur Tour de Romandie

Aus Sicht von Thömus maxon fehlte in Chur Mathias Flückiger am Start. Der letztjährige Gesamtweltcupsieger startet ab Dienstag auf der Strasse in den Farben des Nationalteams am WorldTour-Rennen Tour de Romandie. Für eine optimale Vorbereitung für das sechstägige Strassenetappenrennen verzichtete Flückiger auf einen Start beim zweiten Rennen der ÖKK Bike Revolution.

Resultate ÖKK Bike Revolution Chur

Fotos: Kifcat

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