Dabei überzeugte Schneitter mit ihrem E-Mountainbike vor allem in den technischen Passagen. Nach einer Stunde, 11 Minuten und 38 Sekunden erreichte sie fünf Sekunden vor der Zweitplatzierten Canadierin das Ziel. Beide Damen lieferten sich bis dahin ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bereits in der zweiten Runde gelang es Rochette im Aufsteig eine Lücke herauszufahren. Nathalie Schneitter konnte diese allerdings im Downhill schließen. In der letzten Abfahrt wählte die Schweizerin dann ebenso die bessere Linie. Dabei gelang es ihr einen Vorsprung von fünf Sekunden gegenüber der Niederländerin herauszufahren. Im Ziel zeigte sich Schneitter dann entsprechend glücklich: "Es ist einfach unglaublich. Ich habe heute alles gegeben und habe jederzeit an meine Chance geglaubt. Es war ein harter, aber sehr fairer Kampf. Ich bin überglücklich!!", sagte die Siegerin.
Der Weg zum Sieg
Das härteste Vorbereitungsrennen war jedoch ein anderes: Beim Drei-Tages-E-Mountainbike-Rennen rund um den Mont-Blanc galt es 16.000 Höhenmeter und teilweise extreme Trails zu überwinden. Hinzu kam, dass sich Schneitter mitten in der Vorbereitung Anfang Juni den linken Fuß brach. Trotz dieser Verletzung gewann sie bis zur E-Mountainbike-WM in Canada alle Rennen, bei denen sie startete. "Die intensiven Vorbereitungen haben sich gelohnt. Mit dem WM-Titel wird ein Traum wahr, wenn man nach einem harten Rennen das Regenbogen-Jersey nach Hause bringen kann", zeigte sich die 33-jährige Schweizerin überglücklich. 15 Jahre nach ihrem Crosscountry-Titel bei den Juniorinnen durfte sie sich erneut über einen WM-Sieg freuen.
Bei den Herren holt sich der Südafrikaner Alan Hatherly vor Jérome Gilloux (FR) und der Mountainbike-Legende Julien Absalon (FR) den ersten Sieg einer E-Mountainbike-WM des Weltradsportverbandes UCI.
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