Zwischen Ofenpass und Südtirol
Zumindest was die Mountainbiker betrifft, soll sich das ändern. Mit dem Bike-Masterplan arbeiten die lokalen Biker daran, Samnaun, das Unterengadin und das Val Müstair in Zukunft über bestehende Trails noch besser zu vernetzen. «Wir haben tolle Wege, leichtere Trails im Wald, aber auch extremere Sachen», sagt Sergio. Er und seine Freunde engagieren sich fürs Mountainbiken im Val Müstair. Auf den folgenden Seiten erzählen sie, dass es sich lohnt, hier unbedingt länger als eine Nacht zu bleiben.
Nicole Tschenett
Passo Gallo
Die Zeit auf dem Bike kann sich die 30-Jährige heute selbst einteilen. Und sie nutzt sie ausgiebig. So kann es schon mal vorkommen, dass sie auch nach einer langen Tagestour als Guide abends noch einmal ihr Bike nimmt und alleine loszieht. «Ich brauche die Zeit für mich. Ich bin ein Draussen-Mensch.»
Sergio Tschenett
Was seine Heimat für ihn bedeutet? Der 34-Jährige zögert nicht lange. Ganz klar, die Lage und die Topografie. «Das Tal liegt mitten in den Alpen, dennoch sind die Hänge nicht so steil und du kommst weit nach oben.» Nach wie vor könne man sich abseits der Massen bewegen. «Zehn Minuten vom Ofenpass entfernt, und du bist völlig weg vom Schuss.» Das Tal werde daher ja auch öfters von der restlichen Schweiz belächelt. «Für viele wohnen wir komplett am Ende der Welt», meint Sergio. «Aber ich sage: Wir sind im Herzen der Alpen, mitten in Europa.» Am liebsten ist er auf der Nordseite des Tals unterwegs, «Tras la Val» auf einsamen Waldtrails vom Ofenpass bis nach Müstair. «Bei uns musst du dir die Trails verdienen, nicht alles erschliesst sich auf den ersten Blick», sagt Sergio und grinst vielsagend.
Janine Clavadetscher
Sie zeigt aus dem Fenster auf den Piz Chavalatsch und schwärmt. «Hier bist du ziemlich schnell auf fast 3000 Metern und geniesst eine mega Aussicht.» Für Janine ist der Herbst die schönste Zeit im Tal, dann leuchten die Lärchen. Sie liebt es, oben am Berg zu sein und in Ruhe die Natur zu beobachten. Am liebsten verfolgt sie den imposanten Flug der Bartgeier. Dazu braucht Janine nicht einmal ein Fernglas. «Ich habe da ein Gespür, ich seh‘ immer einen.»
Hom dal chapè
Simon Weber
Bocchetta di Forcola
Weitere Artikel und Tests
-
Wissen29.08.2026
Die besten Enduro Bikes 2026
Enduro ist längst mehr als nur eine Rennkategorie. Wer sich das beste Enduro MTB für 2026 sichern will, sucht ein Bike, das auf alpinen Singletrail-Abenteuern ebenso überzeugt wie auf schnellen [..]
-
Aktuelles14.09.2026
Sehen und Gesehen werden
Wenn die Tage kürzer werden, verändert sich auch das Velofahren. Die Feierabendrunde startet noch bei Tageslicht und endet plötzlich im Dunkeln, der Arbeitsweg führt morgens durch die Dämmerung und [..]
-
Regionen17.09.2026
Gravel-Herbst in Lugano
Mediterranes Flair, knackige Höhenmeter und abwechslungsreiche Wege: Die Region Lugano bietet Gravelbikern eine Mischung aus Asphalt, Schotter und technischeren Trailpassagen. Wer im Frühling oder [..]
-
Menschen10.09.2026
Bosch E-MTB Challenge Davos
Davos an einem sommerlichen Samstagmorgen. Zwischen aufgeladenen Akkus, letzten Motor-Set-up-Diskussionen und einem erfreulich entspannten Haufen E-MTB-Aficionados trifft BORN auf Bosch-Ambassadorin [..]