Mountainbiken im Valle Maira: Der «La Cuncunà» Trail
Mountainbiken im Valle Maira: Der «La Cuncunà» Trail
Mountainbiken im Valle Maira: Der «La Cuncunà» Trail

Mountainbiken im Valle Maira: Der «La Cuncunà» Trail

Versteckt in den Südalpen und vom Rest der Welt beinahe vergessen: Das Valle Maira ist kein gewöhnliches Reiseziel. Wer sich hier aufs Mountainbike schwingt, entdeckt alte Schmugglerpfade, einsame Bergdörfer und ursprüngliche Naturtrails. Der «La Cuncunà»-Trail führt tief hinein in eine der wildesten Bike-Regionen Italiens.

Mountainbiken im Valle Maira: Der «La Cuncunà» Trail
Mountainbiken im Valle Maira: Der «La Cuncunà» Trail
Mountainbiken im Valle Maira: Der «La Cuncunà» Trail

Das menschenleere Valle Maira wartet mit Hunderten Kilometern feinster Singletrails auf Abenteuerlustige und Ausdauernde. 

Mountainbiken im Valle Maira

Wer ins Valle Maira kommt, sollte es still mögen. Das Tal zählt zu den am dünnsten besiedelten Gebieten Europas. Ausgangspunkt dieser ausgewachsenen Tagestour ist das etwa zehn Kilometer vom Taleingang bei Dronero gelegene Örtchen San Damiano – eine der letzten Möglichkeiten, sich mit Proviant einzudecken. Gleich hinter dem Dorfplatz beginnt ein Seitenarm des Valle Maira, das sich von Dronero 45 Kilometer nach Westen Richtung französische Grenze erstreckt. Zunächst auf Asphalt windet sich ein Strässchen Kehre um Kehre nach Norden bergauf durch dichtes Grün. Während man sich zunehmend den Spuren der Zivilisation entzieht, werden die Brunnen in den kleinen Dörfern rarer. Der Baustil wird rudimentärer. 

Alte Militärstrassen und alpine Weite

Mit dem Erreichen des «Colle Birrone», der ersten Passhöhe, eröffnen sich Aussichten auf das nördlich angrenzende «Valle Varaita». Der Blick schweift hinaus an die südlichen Ausläufer der Alpen.

Von nun an schlängelt sich die «Strada di Cannoni», eine Schotterstrasse, am Bergkamm immer tiefer in die Berge. Hier wäre man auch mit einem Gravelbike bestens bedient. Doch das Beste kommt noch: feine Karrenwege und Saumpfade in schier endloser alpiner Weite. Hier wird sich das Mountainbike noch bezahlt machen.

Relativ flach rollt es sich genussvoll dem «Colle di Sampeyre» entgegen. Der Hauptanstieg ist geschafft.

Mountainbiken im Valle Maira: Der «La Cuncunà» Trail
Mountainbiken im Valle Maira: Der «La Cuncunà» Trail
Mountainbiken im Valle Maira: Der «La Cuncunà» Trail

«Das Valle Maira ist nicht einfach nur ein Ziel, sondern ein Abenteuer. Wer hier mit dem Mountainbike unterwegs ist, findet keine geschniegelt geshapten Trails, sondern stille Herausforderungen auf steinigen Trails.»
– Rafael Krebs, Bike-Guide

Einkehr in Elva

Kurz darauf nimmt man den Trail links über offene Wiesen als Verbindung nach Elva. Das idyllische, weit abgelegene und dennoch besiedelte Dorf bietet ein paar Einkehrmöglichkeiten.

Besondere Spezialität: die lokal produzierten Käsesorten in den umliegenden «Locandas».

Der «La Cuncunà»-Trail

Kurz und knackig tritt man von Elva ein letztes Mal bergauf zum Ausgangspunkt der Abfahrt. Die «Fremo Cuncunà», eine über das Tal hinausragende Felszunge, zählt zu den besten Panorama-Spots des Valle Maira. Auf diesem Felsbalkon zu thronen ist ein erhebendes Gefühl.

Jetzt biegt man auf alte Saumpfade via «Passo San Giovanni» talwärts ab und taucht auf sieben Kilometern in die Wälder ein. Der Trail überquert zunächst mehrmals die Verbindungsstrasse nach Elva, ehe er bei San Martino endgültig in den bewaldeten Hängen des okzitanischen Tales verschwindet.

Hier schlägt sich der Trail eine schmale Schneise durchs Dickicht. Er ist gewürzt mit Wurzeln und Felsen. Das erfordert stets eine Portion Aufmerksamkeit, bis der Pfad kurz oberhalb von Stroppo den Weiler «Al Torch» erreicht.

Feines Essen und Kaffee runden hier das Trail-Erlebnis ab.

Technischer Abschluss nach Stroppo

Gleich hinter dem Kirchturm geht es auf den letzten Metern im technischen Zick-Zack zum Talboden bei Stroppo.

Wer jetzt noch genügend Schmalz in den Beinen hat, beschliesst die Tour als Runde und pedaliert auf der Strasse talauswärts zurück zum Startpunkt nach San Damiano. Kraftsparender ist die Alternative mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

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