Der Float X Nude ist der erste in Zusammenarbeit von Scott und Fox entwickelte Dämpfer mit Piggy Back. Für bestmögliche Performance bei den ST-Modellen musste allerdings der Lockout-Modus geopfert werden. «Aber die Dämpferperformance und die Art und Weise wie der Dämpfer mit der Federgabel harmoniert, sind es wert», erklärt Krattiger. Die Genius ST-Modelle kennen einen Uphill- und einen Downhill-Modus, die vom Lenker aus aktiviert werden. Die Genius-Modellserie hält am Twinlock-System fest, das drei Fahrmodi kennt: Lockout für Uphillstrecken auf Asphalt- oder Schotterstrassen, Trail mit reduziertem Federweg für die Bergfahrt auf Trails und schliesslich der Abfahrtsmodus mit voll offenem Dämpfer.
Durchdachte Details
Drei Rahmenmaterialien zur Auswahl
Die ersten Fahreindrücke im Rahmen des Presse-Camps im italienischen Val d’Aosta haben gezeigt, dass Scott mit dem Genius wieder ein grosser Wurf gelungen ist. Das Bike klettert genauso gut, wie es in der Abfahrt Sicherheit vermittelt. In den kommenden Tagen tritt das neue Genius zusammen mit den weiteren Testbikes 2023 die Reise nach Finale Ligure an – dann kann es sich im direkten Vergleich mit den Mitbewerbern bewähren. Den ausführlichen Testbericht gibt es dann in der Frühlingsausgabe des Magazins BORN sowie auf dieser Website zu lesen.
Im Interview: René Krattinger
René Krattiger: Maximale Integration, ein neuer Dämpfer und die grösstmögliche Vielseitigkeit hinsichtlich des Einsatzbereichs.
Täuscht der Eindruck oder hat ein tiefes Rahmengewicht etwas an Bedeutung verloren?
Das ist nicht ganz korrekt - das Gewicht ist nach wie vor sehr wichtig. Aber wir kommen mit dem Rahmengewicht nicht mehr ganz dorthin, wo wir mal waren. Das hat einerseits mit den erhöhten Anforderungen unserer Teststandards zu tun, andererseits mit der Tatsache, wie heute Mountainbike gefahren wird - das erfordert steifere und robustere Rahmen. Das neue Genius wiegt allerdings nur gerade 150 Gramm mehr als das alte.
Die grösste Herausforderung war die Einstecktiefe der absenkbaren Sattelstütze, weil Link und Dämpfer ebenfalls in den Rahmen integriert sind und der Platz entsprechend sehr eingeschränkt ist. Gleichzeitig ist das Sitzrohr 30 mm kürzer und bietet trotzdem die Möglichkeit für durchschnittlich 20 mm mehr Drop. D.h. wer bisher eine 150-mm-Sattelstütze fuhr, kann jetzt einen 170 mm Dropper Post fahren.
Wie gross war das Entwicklungsteam?
Insgesamt etwa 15 Leute. Das ist heutzutage auch die grosse Herausforderung - all diese Team-Mitglieder zu koordinieren, vom Rahmen-Ingenieur, zum Dämpfer-Ingenieur oder Kunststofftechnologen.
Mit welchem Zeithorizont wird ein solcher Rahmen entwickelt?
Idealerweise kann man mit einer Plattform vier bis fünf Jahre arbeiten. Selbstverständlich mit entsprechenden Anpassungen dazwischen.
Worauf bist Du besonders stolz?
Ganz klar der Fox Float X Nude Dämpfer – das ist meiner Meinung ein echtes Master Piece. Es ist unser erster gemeinsam mit Fox entwickelter Dämpfer mit Piggy Back, dafür haben wir den Lockout-Modus geopfert. Aber die Dämpferperformance und die Art und Weise wie der Dämpfer mit der Federgabel harmoniert, sind es wert.
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