Paznaun im Turbomodus
E-Biken in Kappl und Ischgl

Text: Stefan Becker | Foto: Alex Schmidt
15.08.2020

Click. play. Ride.

Seilbahnen, E-Bikes, Hütten – und ein Sack voll Singletrails. Das sind die Grundzutaten von Lukas’ und Sigrids Rezept für eine Ent-deckungsreise durch das Paznauntal.
Ein Katzensprung, und der Spass beginnt. Keine fünfzehn Kilometer trennen die Ausfahrt Paznaun im Inntal von der kleinen Ortschaft See. Und schon sitzen Sigrid und Lukas in der Bahn und gondeln gemütlich über den beschaulichen Ort ihrem Abenteuer entgegen. Die nächste Etappe erledigt der Turbomodus. In kürzester Zeit kommt schon die Niederelbehütte in Sichtweite. Sigrid und Lukas lockt jedoch eine unbewirtschaftete, vom Wetter gegerbte Hütte auf der gegenüberliegenden Talseite. Dort angekommen zeigt der Akku immer noch acht von zehn Ladebalken. Also kein Stress. Zeit genug, um die Sonne zu spüren, abzuschalten, die Bergwelt auf sich wirken zu lassen.

Doch dann lockt der anschliessende Trail. Ohne Anlieger, Holzbretter oder begradigten Autobahncharakter geht es abwechslungsreich dahin. Der Einstieg ist flowig, doch später wird es steil und mit Spitzkehren gespickte Wurzelstufen fordern die Fahrtechnik. Dann flowt der Trail entlang eines schlängelnden Bächleins und durch tiefgrüne Vegetation – fast wie British Columbia! Am Weg treffen sie keinen Menschen. Damit hatten die beiden nicht gerechnet. Zurück auf dem Parkplatz gibt’s einen High five und natürlich ein Küsschen. 
Paznaun im Turbomodus E-Biken in Kappl und Ischgl
Nächster Halt: Ischgl. Mit der Silvretta-bahn geht es hinauf zur Idalpe. Der Taja Trail ist das Ziel. Dort laden Bodenwellen zur Airtime und verkürzen die gerollten Kilometer. Doch dann wird es deftig. Hoch zum Sassgalunkopf schafft es auch kein E-MTB. Doch die Aussicht dort oben und der folgende Trail belohnen für den Schweiss! Zwei Spitzkehren führen zu einem Trail, der sich durch die Sassgalunwiese bis zur Hütte Paznauner Taja schlängelt. Im Winter ist dies eine beliebte Hütte für die Ischgler Party-Szene. Heute ist keine Menschenseele hier.

Weiter geht’s zur Heidelberger Hütte. Endstation für den Tag und Herberge für die Nacht. Die E-Bikes sind schnell versorgt. Ausreichend Steckdosen lassen keinen Akku leer. Auf Sigrid und Lukas wartet eine Flasche Wein, ein leckeres Essen und eine gemütliche Bank am Ofen. Und nach der Sperrstunde um 22 Uhr eine erholsame Nacht. Am Morgen schiessen die beiden gut ausgeschlafen und mit vollen Akkus talauswärts. Hier und da nehmen sie noch den ein oder anderen Trail mit.

Ganz verlassen wollen sie das Tal aber noch nicht. In See befördert die Medrigjochbahn Sigrid und Lukas auf 1800 Meter Seehöhe. Von dort pusht der Akku zur Gamperthun Alpe, wo sie sich ein begeisterndes Jausenbrettl schmecken lassen. Grandiosen Ausblick inklusive. Wer das Erlebnis jetzt noch mit S3-S4 Gelände abrunden möchte, fragt am besten bei Patrick von bike-skull-ischgl.at nach.

INFOS

1. Paznaun / Kappl: Dias Trail

Route
Bockalm – Untere Seßladalpe – Dias Trail – Kappl

Details
Schwierigkeit: Fahrtechnik 2 , Ausdauer 1
Distanz: 7,49 km
Höhendifferenz: Uphill:160 m, Downhill 790 m

web
supertrail.guide/info/dias-trail

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2. Paznaun / Ischgl: Taja Trail

Route
Idalpe – Sassgalunkopf – Paznauner Taja – Fimbatal – Heidelberger Hütte – Fimbatal – Ischgl

Details
Schwierigkeit: Fahrtechnik 3 , Ausdauer 1
Distanz: 26,1 km
Höhendifferenz: Uphill 490 m, Downhill 1400 m

web
supertrail.guide/info/taja-trail

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3. Paznaun / See: Almenrunde 

Route 
See – Gamperthun Alpe – Ascherhütte – See 

Details
Schwierigkeit: Fahrtechnik 1 , Ausdauer 1
Distanz: 35,5 km
Höhendifferenz: Uphill 1250 m, Downhill 2010 m 

web 
supertrail.guide/info/almenrunde

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