RENÉ SCHENKER
69, Itingen
BERUF
ehemals Eidg. Dipl. Sanitärinstallateur
DREI WÖRTER, DIE DU MIT MOUNTAINBIKEN VERBINDEST
Natur, Erholung, Abenteuer
LIEBLINGS-BIKESPOT
meine Hometrails, Alta Rezia
BESTE ART, ABZUSCHALTEN
auf Ski oder mit den Grosskindern unterwegs
AUF DAS KANN ICH SCHWER VERZICHTEN
ein gutes Stück Fleisch
DAFÜR HABE ICH WENIG VERSTÄNDNIS
intolerante Menschen, Nörgler
LEBENSMOTTO
Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.
Fünfzehn Jahre ist René im Vorstand der SAC Sektion Basel-Land aktiv, bis er mit 50 beschliesst, sich etwas zurückzuziehen und Verantwortung abzugeben. «Allerdings wurde mir da schnell ein wenig langweilig», erzählt er mit einem Schmunzeln. Also tritt er dem Veloclub Reinach bei – und das Geschehen nimmt seinen Lauf: Schon in seinem zweiten Jahr im Club übernimmt er die Organisation der Rennstrecke des MTB Events. Das Event wächst schnell, nimmt Dimensionen an, die den Umzug auf ein neues Gelände erfordern. Es wird in Muttenz gefunden. Allerdings muss die Rennstrecke jedes Jahr nach dem Rennen geschlossen und im Jahr darauf wieder freigelegt werden. Ebenso wollen jedes Jahr aufs Neue die notwendigen Bewilligungen eingeholt sein. Ein umständliches Prozedere. «Ich habe dann vorgeschlagen, eine permanente Strecke einzurichten», berichtet René. Und so sei er dann «da reingerutscht».
DEM BIKER EIN GESICHT GEBEN
Gleichzeitig müssten gute Konzepte entwickelt werden, um Brennpunkträume zu entlasten. Abgesehen von der Arbeit an den Strecken ist daher auch viel Kommunikation und Lobbyarbeit gefragt. «Man muss dem Biker ein Gesicht geben!», lautet Renés Credo. «Sobald man persönlich miteinander redet, lösen sich die Knoten. Vorher bist du nur Teil einer undefinierten Masse, gegen die kann man wettern! Aber wenn es ein Gesicht gibt, sieht das plötzlich ganz anders aus.» Vielleicht ist er auch deshalb noch drei Jahre Gesicht im Vorstand der IMBA Schweiz gewesen. «Da bin ich jetzt zurückgetreten», sagt er. «Schon mal ein Posten weniger.» Aber er sei noch im Beirat, schiebt er hinterher.
Beruf, Privatleben und alle Ehrenämter zu verbinden, das ist nicht immer einfach. In der Vergangenheit kam ihm seine Tätigkeit im Aussendienst entgegen, da er sich die Zeit frei hatte einteilen können. Was so manche Nachtschicht nach sich zog – «mal fürs Geschäft, mal für den Verein». Die Zeit, um auch selbst auf das Mountainbike zu steigen, blieb da öfter auf der Strecke. «Immer musste noch irgendein Positionspapier fertig werden», erzählt er. Mittlerweile ist René im Ruhestand, nächstes Jahr wird er 70. Da will er dann auch im Verein etwas kürzertreten. Der Plan ist, wieder häufiger in die Pedale zu treten und Zeit mit der Familie zu verbringen. Wenn ihm dann nur nicht wieder ein bisschen langweilig wird …
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